Historisches

Die vier Ortsteile unterlagen jeweils eigenen historischen Entwicklungen. Die drei Edlau- Dörfer sind Bachsiedlungen entlang der Plötze (früher der Dornitzer Bach genannt) in der fruchtbaren Fuhnetiefebene. Hohenedlau liegt etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel, Mitteledlau ca. 80 Meter und Kirchedlau 73 Meter über dem Meeresspiegel. Von den drei Edlau-Dörfern ist Hohenedlau das älteste der Dörfer und vermutlich germanischen Ursprunges. Der ursprüngliche Name war Otteleve und deutet mit der Endung – leve – also „Leben“ auf einen germanischen Ursprung, wahrscheinlich zurück zu führen auf den Stamm der Wariner. Man vermutet eine Verbindung zum Donarkult der Wariner. Hierfür spricht auch der in Hohenedlau befindliche Nagelstein, der den kultischen Opfergaben diente. Spätere Formen des Namens sind dann Ottlowe und folgend Ettlau was eine Abwandlung des ursprünglichen Namens durch die Slawen sein dürfte, die das Gebiet nach den Warinern besiedelten.

Die Slawen begründeten letztlich im 7./ 8. Jahrhundert auch die Ortschaft Sieglitz, die von Anfang an als slawische Siedlung begründet wurde und von allen vormals die größte aber auch die ärmste Siedlung war. Es handelte sich hier – wie der Name auch noch ausdrückt – um Siedler ohne große Ländereien. Dies führte auch zur Armut dieser Ortschaft. Zum Vergleich Sieglitz zählte in 1785: 34 Feuerstätten mit 145 Einwohnern. Aufgrund des geringen ackerbaulichen Ertrages waren hier keine größeren Bauern anzutreffen. Der Erwerb musste durch Gewerbe gesichert werden, so gab es 2 Leinenweber, 1 Maurer, 2 Schneider und 4 Zimmerleute. Der Viehbestand betrug lediglich 2 Pferde, 25 Rinder, 18 Schweine und 85 Schafe. Die Steuereinnahmen waren verschwindend gering. Im Vergleich dazu zählte Hohenedlau in 1785: 38 Feuerstellen mit 185 Einwohnern, davon 5 Bauern die zum Reichtum des Dorfes beitrugen, welches einen Viehbestand von 21 Pferden, 85 Rindern, 41 Schweinen und 440 Schafen aufwies. Weiter zu nennen waren eine Schmiede sowie die Wassermühle, welche bereits 1448 erwähnt wurde und noch heute – leider aufgrund einer Insolvenz des Eigentümers dem Verfall preis gegeben - vorhanden ist.

Kirchedlau liegt auf einer Bundsandsteintafel am weitesten nördlich weit in die Fuhneaue und damit dem ursprünglichen Sumpf vorgeschoben. Man kann es eine Randsiedlung des Fuhnemorastes nennen. Es zählte im Jahre 1785: 27 Feuerstätten mit 121 Einwohnern, davon 5 Bauern und einem Viehbestand von 21 Pferden, 58 Rindern, 18 Schweinen und 310 Schafen.

Zwischen den vorgenannten Dörfern liegt Mitteledlau. Hier wurde zu früheren Zeiten auch Gericht gehalten. Es zählte 24 Feuerstätten mit 119 Einwohnern, davon 3 Bauern und einem Viehbestand von 18 Pferden, 65 Rindern, 26 Schweinen und 260 Schafen.

Erstmals urkundlich erwähnt werden die Ortschaften 1108 mit der Schenkung an die Grafschaft Alsleben und waren zu dieser Zeit und auch heute wieder dem Pfarrherrn von Könnern unterstellt. Im 15. Jahrhundert wurden die drei Dörfer zur Pflege Giebichenstein zugeschlagen. Erwähnt wurde hier auch der Sattelhof Etlau der dem Herrn von Beidersee und damit dem Gut Giebichenstein zugehörte.

Der stetige Wandel der Zugehörigkeit zu verschiedenen Lehen war nicht zum Vorteil der Orte, da diese als Randgebiete diverser Lehen keine größere Bedeutung erlangen konnten.

Historisch zu nennende wichtige oder interessante Gegebenheiten sind